Bitte nicht betteln.
In regelmäßigen Abständen wird in Graz das Bettelverbot diskutiert. Dieses Mal geht es in erster Linie um das Bettelverbot für Menschen mit Behinderung. Es geht um:
Behinderte Rumänen und Bulgaren, die verkrüppelte Gliedmaßen zur Schau stellen, um zu betteln.
So schreiben zumindest Bernd Hecke und Claus Albertani in einem Artikel der Online-Ausgabe der Kleinen Zeitung. Bürgermeister Siegfried Nagl geht es in keinster Linie um Rumänen oder Bulgaren. Und auch die verkrüppelten Gliedmaßen sind ihm mehr oder weniger egal. Der Grazer Bürgermeister hat ein Problem mit der organisierten Bettelei. Kein Wunder. Denn die Bettler dürfen sich von dem Geld das sie an einem Tag erbetteln oft lediglich einen Euro behalten. Bin ich dagegen und daher soweit ganz bei Bürgermeister Nagl.
Womit ich allerdings ein Problem hab ist, dass Nagl nicht die Suche nach den Hintermännern forciert. Es geht ihm anscheinend nicht darum den Menschen, die für andere auf der Straße sitzen zu helfen, sondern das Stadtbild “seiner Stadt Graz” zu verschönern (das Nagl auf Verschönungstrip ist, hat ja auch Lukas Kapeller schon bemerkt).
Lisa Rücker von den Grünen, die zusammen mit Nagl die Stadtregierung leitet spricht sich gegen ein Verbot aus. Ihr (und den Grünen) geht es in erster Linie darum, die Personen vor den Hintermännern zu schützen.
Landeshauptmann Voves hat dem ORF gegenüber ähnliches geäußert:
Auch die SPÖ ist gegen das organisierte Betteln, aber man muss sich gegen die Hintermänner, und nicht gegen die behinderten Bettler stellen. (ORF)
Tags: Bettelverbot, Graz, Grüne, Nagl, organisierte Bettler, ÖVP, Rücker, SPÖ, Voves
This entry was posted on Montag, Juni 22nd, 2009 at 21:27 and is filed under Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.